Walking Meditation 3 von Dr. Joe Dispenza – Mitten im Unbekannten

Dieses Wochenende steht ganz im Fokus der Meditation. Den Einstieg gab es am Samstagmorgen mit einer vierstündigen Pineal Gland Meditation. Gleich am Sonntag geht es, inspiriert durch den meditativen Samstagmorgen weiter mit der monatlichen Walking Meditation in Düsseldorf am Rhein.

Inzwischen ist unsere Gruppe in Düsseldorf kräftig gewachsen und als ich am Treffpunkt ankomme, sind bereits einige Teilnehmer vor Ort und in lebhafte Gespräche vertieft. Die Arbeit von Dr. Joe Dispenza spricht die unterschiedlichsten Menschen an, was sich auch durch die verschiedenen Altersgruppen der Teilnehmer widerspiegelt. Es herrscht eine erwartungsvolle und gleichzeitig gelöste Stimmung. Das Wetter ist hervorragend und sommerlich, gepaart mit einer schönen Prise Wind.

Vor dem Start der Meditation versammeln wir uns kurz im Kreis und die Frage, welche der Meditationen jeder Einzelne durchführt, weckt in mir die Überlegung heute nicht die gewohnte Walking Meditation 1 zu machen, sondern mich gleich an die Walking Meditation 3 zu wagen. Da ich diese noch nie angehört hatte eine schöne Herausforderung. Willkommen in „The Unkown“! Willkommen im Unbekannten, dem Raum wo alles möglich ist. Ich starte also und erlebe gleich die erste Überraschung, es geht mit der bekannten Atemübung „The Breath“, auf die Dr. Joe großen Wert legt, los. Ich stehe mitten im Park und aufgrund mangelnder Sitzgelegenheit entschließe ich mich kurzerhand dazu, „The Breath“ im Stehen durchzuführen. Dank der intensiven Übungen der letzten Wochen an der Atemtechnik zeigt sich schnell, dass sich das Training gelohnt hat und die Atmung trotz fehlender Sitzgelegenheit perfekt funktioniert.

Bei der Atmung geht es darum, dass man gesammelte Emotionen, wie Ärger oder Stress aus dem Unterleib, mithilfe des Atem und gleichzeitigen Muskelkontraktionen nach oben bewegt und über den Kopf hinaus ableitet. Gleichzeitig werden noch weitere wichtige Prozesse angestoßen, auf die ich aber an anderer Stelle eingehen möchte. „Pulling your mind out of the body“ wie Dr. Joe immer so schön sagt. Bei diesem Prozess wird eine unglaubliche Energie frei und man ist für den weiteren Verlauf der Meditation bestens gerüstet.

Nach der Atmung führt mich wunderschöne, beschwingte Musik und die Aufforderung von Dr. Joe das Bewusstsein weit werden zu lassen, gepaart mit der Intension ein hoch schwingendes Gefühl in den Raum zu tragen, in ein sehr hohes Energielevel. Ich fühle mich erhöht, spüre unendliche Dankbarkeit und eine große Freude am Leben. Die ganze Meditation wird durch eine beschwingte Leichtigkeit begleitet. Als ich, wie von Dr. Joe vorgeschlagen, positive Gefühle in den Raum ausstrahle, merke ich, wie der Raum sich immer mehr auflöst und einer unendlichen Weite weicht. Ich fühle mich groß, sehr groß. Nach oben hin scheint es keine Begrenzung mehr zu geben. Mit Leichtigkeit wechsle ich in den Gehteil der Meditation und fühle mich mehr schwebend als gehend. Die Meditation geht leicht und unbeschwert weiter.

Da ich nicht weiß was mich erwartet lasse ich alle Gedanken los und begebe mich vollkommen ins Unbekannte. Ich soll mich von meinem Herz führen lassen! Was für ein sinnvoller und kluger Ratschlag. Das tue ich dann auch. Besonders die Passage, wo Dr. Joe nochmal erklärt, das man Jedermann sein kann, überall hin kann, irgendetwas bzw. alles haben kann, jeden Körper haben kann und in jederzeit sein kann, pusht mich ungemein. Was für Gelegenheiten und Möglichkeiten überall und jederzeit!

Einen weiteren Part der Meditation möchte ich euch nicht vorenthalten, in dieser Passage geht es darum sich mit Mutter Erde und dem Himmel zu verbinden. Durch die Vorübung des atmens, bei dem der Kanal von unten nach oben frei wird, wird die Erfahrung der Verbundenheit besonders intensiv. Die Energie kann vom Boden über meinen Körper frei nach oben fließen. Ich spüre mich nicht mehr als Körper, sondern eher als aufgelöste Materie in einem weichen, warmen, pulsierenden und dichten Raum. Dieser Raum zeichnet sich durch ein Gefühl tiefen Friedens aus.

Dann folgt am Schluss nochmal eine eher irdische Herausforderung. Es folgt die Aufforderung, sich an der Stelle wo man gerade steht, hinzulegen. Ich soll mich hier mitten im Park einfach so mittendrin auf den Boden legen? Hmm, eigentlich unvorstellbar. Doch wie soll ich das erklären, eine Sekunde später liege ich schon mitten im Park auf dem Boden. Blöderweise gerade in der Nähe eines Weges. Da kommt auch schon ein Hündchen, um an meinem Arm zu schnüffeln. Dann Augen zu und weiter geht’s, die örtlichen Gegebenheiten sind schnell vergessen und ich drifte in wunderbarer Wärme, begleitet von erfrischenden Windstößen und dem Flattern der Birkenblätter über mir, in den abschließenden Teil der Meditation. Nochmal Kraft tanken und genießen. Einfach wunderschön.

Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast, an der Walking Meditation teilzunehmen, schreib mir einfach eine kurze E-Mail an kontakt@simonekurth.de. Wir freuen uns auf dich!