Im Fluss des Lebens

Es ist wunderbar im Fluss des Lebens zu verweilen, alles fügt sich auf einmal wie von Geisterhand gezaubert zusammen. Es entsteht eine ungeahnte Leichtigkeit im Leben. Die Freude des Lebens steigt automatisch empor und bedingungslose Liebe bahnt sich ihren Weg.

Doch oft sind die köstlichen Momente im Fluss des Lebens nur von kurzer Dauer. Das hängt im wesentlichen davon ab, wie weit unser Bewusstseinszustand entwickelt ist.

In dem Moment, in dem wir unser „Bewusstsein“ wieder verlieren, krabbeln wir mühsam ans Ufer des Flusses, weil wir dort ein wichtiges Ding gesichtet haben, das könnte im übertragendem Sinne eine Identifizierung mit Gedanken sein, irgend ein Ereignis, das unseren Schmerzkörper antriggert oder auch das Erwachen des Egos. Die Leichtigkeit ist in diesem Moment vorbei, der Fluss plätschert erstmal ohne uns weiter. Synchronität und Koinzidenzen können uns nicht mehr erreichen.

Zurück in den Fluss


Wenn wir unseren Austritt aus dem Fluss bemerken und gegenwärtig genug sind, können wir sofort wieder in den Fluss zurückspringen. Ihr glaubt nicht, wie oft ich rauskrabbele um im nächsten Moment wieder in den Fluss zurückzuspringen. Das ist die spirituelle Übung, immer wieder und wieder. Dadurch findet Transformation statt, denn Ego, Schmerzkörper und Gedanken ziehen im Licht des Bewusstseins vorbei und lösen sich auf.

Hingabe und der jetzige Moment

Sicherlich habt ihr schon bemerkt, dass ich mich als großer Eckhart Tolle Fan auch den Begrifflichkeiten (Ego, Schmerzkörper, JETZT) von Eckhart Tolle bediene, die dem ein oder anderen von euch sicher bekannt sind.

Ein weiterer Grund aus dem Fluss des Lebens auszusteigen ist sicherlich das Bedürfnis sich dem jetzigen Moment zu widersetzen. Das heißt ich beschwere mich über das was schon da ist. Aus dem Licht des Bewusstseins heraus betrachtet ist das sicher sinnlos und unlogisch. Trotzdem verlieren wir diese Sicht immer wieder und treten in Widerstand gegen das JETZT. Das kann höchst schmerzvoll sein und erzeugt oft großes Leid. Zudem kann sich eine unerwünschte Situation erst nach vollkommener Annahme auflösen. Von daher ist die bedingungslose Annahme des JETZT sehr wichtig. Das kann sehr schwer fallen, ist aber im Gegenzug höchst wirksam.

Vergangenheit und Zukunft

Ein weiteres Werkzeug sich sofort ins Jetzt zu begeben, ist es Vergangenheit und Zukunft auszublenden. Wer bin ich ohne meine Vergangenheit und ohne meine Zukunft? Was für eine Erleichterung, ohne all die Konditionierungen ins JETZT einzutreten! Nur JETZT, sonst nichts – ab zurück in den Fluss!